Studie: Wird Google zu einer Antwortenmaschine?

Google entwickelt sich immer mehr zu einer Antwortenmaschine. Diese Tatsache führt zu einer Abnahme der Anzahl Klicks auf natürliche Links. Lassen Sie uns gemeinsam einen Blick darauf werfen, um die Situation besser zu verstehen, und Ihre Strategie anpassen zu können.

Studie: Wird Google zu einer Antwortenmaschine?

Wohin gehen die Klicks der Internetnutzer?

Eine von Jumpshot durchgeführte und von SparkToro übermittelte Studie zeigt, dass von 100 gestarten Suchanfragen auf Google (Desktop & Handy), 49 keine Klicks generieren, während 3,5 auf gesponserte Links, und weitere 6 auf Websites der Google Muttergesellschaft Alphabet Klicks generieren konnten. Dies bedeutet, dass nur etwas mehr als 41% der Suchanfragen Klicks auf natürliche Links generieren. Solche Zahlen sind allerdings mit einer gewissen Vorsicht zu betrachten: Denn die Studie vergleicht alle Arten von Suchanfragen, während allerdings nachgewiesen ist, dass nicht alle Arten von Anfragen die selbe Anzahl Klicks generieren.

Die Art des gesuchten Keywords berücksichtigen

Nehmen wir ein paar konkrete Beispiele: Sie suchen Wettervorhersagen für Luxemburg? Geben Sie [Wetter Luxemburg] bei Google ein und Sie müssen nicht weitergehen, um eine Antwort auf Ihre Frage zu erhalten. Auch wenn dieses Keyword in Luxemburg etwa 30.000 Suchanfragen pro Monat bei Google generiert, wird diese Art der „informativen“ Suche jedoch keine Unternehmen interessieren, die ihre Sichtbarkeit bei Google verbessern wollen.

Andererseits erzeugt eine Suche wie [Möbel Luxemburg] weniger Suchanfragen pro Monat (ca. 170), aber der Internetnutzer, der diese Art von Keyword eingibt, muss danach auf die Seite des Möbelgeschäftes klicken, welches ihn interessiert, um eine Antwort auf seine Suche erhalten zu können (Preise, Kapazitäten, Verfügbarkeit, usw.).

Um noch ein wenig weiter zu gehen, nehmen wir ein weiteres Beispiel: Gehen wir davon aus, dass das Keyword [Möbel] (260 Suchanfragen pro Monat in Luxemburg) ebenfalls relevant ist, um Anfragen zu erhalten, von Internetnutzer die nach Möbeln suchen. Wir können allerdings auch davon ausgehen, dass dieses Keyword von Nutzern verwendet wird, die nach der Definition oder Rechtschreibung dieses Wortes suchen. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, dass Google bereits die gesuchte Antwort gibt, bevor der Nutzer auf einen Website klicken muss. Dies reduziert ebenfalls die Anzahl Klicks, die aus einer Suchanfrage entstehen können.

Da im Allgemeinen mehr „informative“ Recherchen (z.B. Wetter Luxemburg) im Web als „spezifische“ Suchen (z.B. Traiteur Luxemburg) betrieben werden, ist es logisch, dass in der Studie von Jumshot mehr Suchanfragen ohne darauffolgende Klicks, als mit Klicks, aufgelistet werden.

Worauf klicken die Nutzer nach einer Suche bei Google? (Jumpshot)

Google : la répartition des clics

Laut dieser Grafik, veröffentlicht durch Jumpshot, generiert im ersten Quartal 2019 fast jede zweite Suche keinen anschließenden Klick. Wie ist das zu erklären? Dieses Phänomen, dass die SERP keine Klicks generieren, ist durch 2 Hauptgründe zu erklären: Einerseits besteht die Wahrscheinlichkeit, dass die Ergebnisse nicht auf die Suche des Internetnutzers antworten, und dieser daraufhin sein Suchanfrage anpasst. Andererseits besteht ebenfalls die Möglichkeit, dass der Nutzer die Antwort auf seine Suche bereits auf der Ergebnisseite auf der Position 0 gefunden hat, und deshalb nicht weiter suchen muss. Die Position 0 liegt oberhalb der ersten Suchergebnisse, wo es verschiedene Kasten geben kann, welche direkt auf die Suche des Nutzer antworten (bekannteste Beispiel ist Wikipedia).

Die gleiche Studie besagt ebenfalls, dass der Anteil der Suchanfragen ohne daraufflogenden Klick in den letzten 3 Jahren um 12% gestiegen ist. Dieser rasante Anstieg erklärt sich durch die erhöhte Anzahl verschiedener Tools, die Google eingerichtet hat, um direkt auf Anfragen der Nutzer reagieren zu können. Ebenfalls lässt sich diese Entwicklung auf die zunehmende Anzahl der Sprach- und Mobilsuchen zurückführen. Denn die Mehrheit der Sprachsuchen erhält eine Antwort, welche durch einen Sprachassistenten vorgelesen wird. Die mobile Suche hingegen zeigt noch traditionelle Suchresultate an, lässt aber deutlich mehr Platz für die eben genannten Antwortboxen von Google.

Google, eine Antwortmaschine

Diese Ergebnisse zeigen uns, dass Google tatsächlich das Ziel verfolgt, selbst die Antworten auf die Suchanfragen der Internetnutzer zu liefern. Um genau dieses Ziel zu erreichen, hat Google mehrere Formate entwickelt, Antworten in den SERP auf der Position 0 zu platzieren.

  • Knowledge Graph (eingerahmt im Stil einer Enzyklopädie)
  • Knowledge Panel (eingerahmt im Stil einer Enzyklopädie über eine Person)
  • Onebox und Direct Answers (eingerahmte, direkt Antwort auf die Suche)
  • Featured Snippets (eingerahmter Bereich, welcher die Antwort einer Website entnimmt und dessen URL angibt)
  • Antworten-Karussell
  • etc.

Diese Anwendungen antworten direkt oder fast direkt auf die Suchanfrage des Nutzers. Dadurch wird ein Teil des natürlich generierten Traffics verworfen.

Welche Zukunft hat SEO?

Die gute Nachricht aber ist, dass die Anzahl Klicks auf natürliche Links mehr als 11 mal höher ist, als die Anzahl Klicks auf bezahlte Anzeigen und 4 mal höher als auf Seiten der Google-Muttergesellschaft Alphabet. Darüber hinaus ist Google stetig dabei zu wachsen, und die Anzahl Suchanfragen auf Desktops, Mobilgeräten und mobilen Anwendungen nehmen ständig zu. Denken Sie daran, dass die auf der Position 0 angezeigten Ergebnisse für Sie eine Chance darstellen können. Diese erzeugen zwar keine Klicks oder Aktionen, können die Internetnutzer jedoch stark beeinflussen. Daher ist es von äußester Wichtigkeit Ihre Website so zu optimieren, dass diese die beste Antwort beinhaltet, die Google seinen Nutzern zu bieten hat. Die Suchmaschinenoptimierung hat in der Welt von Google noch eine große Zukunft vor sich.

 

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